DER WEG ZU MIR – Meditation undogmatisch


Termin:

11. – 13. Dezember 2020

Fr. 18:00 – 22:00 Uhr / Sa.+So. 10:00 – 18:00 Uhr


Frühbucherrabatt sichern: Anmeldung bis zum 13.11.2020.

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Für mich ist Meditation ein Weg zu sich selbst. Eine spannende Plattform zur Selbstreflektion, vielschichtig, individuell und komplex wie die eigene Psyche.  

Wer heute nach Meditationstechniken sucht, kann schnell den Überblick über die Möglichkeiten und das Angebot verlieren. Die Suche nach der passenden Meditationsart hält manch einen bereits davon ab überhaupt erst zu beginnen. Viele der Meditationslinien haben eine alte Herkunft, sind geprägt durch ethnische und philosophische Komponenten. Körper und Geist werden als getrennt angesehen und der Körper oder das Weltliche werden als Hindernis dargestellt. Setzt man sich intensiver mit der Herkunft, den damaligen Bedingungen, Ansichten und Glaubensansätzen auseinander, ergeben diese durchaus Sinn und sind nachvollziehbar. Doch halte ich es für eher hinderlich, Konzepte unreflektiert und ungefiltert zu übernehmen. Für mich ist es nicht wichtig, ob ich etwas richtig oder falsch tue, für mich steht die eigene Erfahrung im Mittelpunkt.

Eines der verbreitesten Bilder der Meditation ist ein Mensch, der lächelnd dasitzt, aufgerichtet, in sich versunken ruht und zufrieden wirkt. Das schaffe ich auch … für einen kurzen Moment. Meine Meditationspraxis sieht oft anders aus. Selbst nach zwanzig Jahren lenken mich alltägliche Gedanken, eine Menge Erledigungen, unangenehme Körpergefühle und Emotionen, gerne ab. In diesen Momenten schaue ich, was ich gerade jetzt brauche? Was würde mir gut tun? Ich nehme mir Zeit für mich selbst, horche in mich hinein, beobachte meinen Körper. Ich erlaube mir für mich da zu sein. Ich schenke mir Selbstachtung. Ich beginne nur zu beobachten und versuche die Dinge anzunehmen, wie sie gerade sind. Es gibt nur mich und meine Bedürfnisse. So gut es gerade möglich ist, versuche ich Ihnen nachzugehen. Eine Vielzahl von Techniken steht mir zur Verfügung und ich probiere die ein oder andere aus, bis ich das Gefühl habe, das Äußere so lassen zu können, wie es gerade ist.

Ich wechsle in einen inneren Raum, so lange ich Ihn halten kann. Zwischendurch tauchen wieder Gedanken auf, denen ich kurz nachgehe und erneut versuche ich durch verschiedene Techniken zurück zu meinem inneren Raum zu kehren. Mal sitze ich dabei, mal liege ich, mal gehe ich, mal lümmele ich auf der Couch und immer versuche ich mit meinem Fokus bei mir zu bleiben.

Für mich ist Meditation weit mehr geworden, als eine Entspannungstechnik. Sie ist vielmehr zu einer intensiven Auseinandersetzung mit mir selbst geworden. Gerade bei dem Versuch eine ganzheitliche Erfahrung machen zu wollen, tauchen viele Ablenkungsstrategien oder Muster auf, die ich auch in anderen Lebenssituationen von mir beobachte. Ich werde konfrontiert mit meinen Abwehrmechanismen, Abgrenzungsstrategien und nicht zuletzt mit meinem jahrelang kreierten Selbstbild. Wie sollte es auch anders sein. All diese Verhaltensmuster und Strategien sind zu gut funktionierenden Automatismen geworden, die, um es etwas übertrieben auszudrücken, mein Überleben gesichert haben. Daher wundert es mich auch nicht, dass all diese Mechanismen aktiviert werden, wenn ich versuche in eine innere Stille, eine unendliche Weite einzutauchen. Wenn es droht, die Kontrolle zu verlieren und sich Grenzen auflösen.

Für mich ist die stetige Selbstkonfrontation in der Meditation ein wirkungsvoller Weg zu meinen Potenzialen und meiner ursprünglich authentischen Form zurück zu finden. Ich nutze Sie nicht, um vor der Welt zu fliehen oder allem Weltlichen zu entsagen. Für mich ist es ein Prozess allem Weltlichen gegenüberzutreten. Eine Reise durch Untiefen und über Abgründe zu gehen und das Leben in vollen Zügen zu genießen und in seiner Einzigartigkeit zu erkennen.

In dem Seminar lernen wir gemeinsam verschiedene Techniken kennen und erstellen uns eine Art Baukastensystem, mit welchem im Nachhinein zu Hause weiter gearbeitet werden kann. Wir schauen uns persönliche Hindernisse an und unterstützen bei der Suchen nach Überwindungsmöglichkeiten. 

Auf Grundlage der Gestaltarbeit, einem Ansatz der erlebnisorientierten Selbsterfahrung, bieten wir verschiedene Übungen und Visualisierungen an, die dabei helfen sich selber kennen zu lernen. Die Gestaltarbeit ist immer etwas Augenblickliches und Individuelles und misst sich nicht an äußeren Einflüssen. Was uns daran am meisten berührt ist, dass auf Grund des eigenen Erlebens eigene Wahrheiten entstehen. Dies ist für uns ein schöner Ansatz Veränderungen von innen heraus zu ermöglichen. Wir begleiten dich dabei.


nächster Termin: 03. – 05. Dezember 2021