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Angst oder Liebe


Angst oder Liebe

Wenn man sich mit sich selbst auseinandersetzt, kommt man immer wieder an den Punkt zurück, sich entweder für den Weg der Angst oder den der Liebe zu entscheiden. Die Angst vor dem Prozess, seine eigene Komfortzone zu verlassen, davor zu scheitern und am allermeisten vor der eigenen Stärke und Größe, kann uns davon abhalten unser Potenzial voll zu entfalten. Doch wir helfen uns und der Welt nicht, wenn wir uns klein halten. Wenn wir uns dieser Angst bewusst sind, beginnt der Prozess und wir können uns dafür entscheiden, Vertrauen in uns und das Leben zu haben und den Mut, zu zeigen, WER und WAS wir sind. Damit geben wir anderen unwillkürlich die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir losgelöst sind von unserer eigenen Angst, befreien wir damit nicht nur uns selbst, sondern auch andere.

Mich selber nicht anzunehmen und nicht zu lieben kann mich abhängig von anderen machen. Ich beginne in ständiger unterschwelliger Angst zu leben, mein Gegenüber nicht zu verärgern oder sogar zu verlieren. Dadurch höre ich auf ich selbst zu sein. Ich entscheide mich eher für die Anpassung und beginne immer mehr von mir selbst zu verleugnen. Widerstand und Selbstbehauptung aufzugeben, ist aber keine Niederlage, sondern eine Erfahrung, die Stärke vermittelt.

Angst oder Liebe: Du kannst entweder scheitern in dem, was du eigentlich gar nicht willst oder die Chance ergreifen, das zu tun, was du liebst.

Ein Weg hinaus aus der Angst, hin zur Liebe ist für mich die Verantwortung.

Für mich, meinen Gefühlszustand und zuletzt für mein Handeln die volle Verantwortung zu übernehmen, kann mir helfen mich selber besser anzunehmen und zu akzeptieren. Verantwortung zu übernehmen kann mir helfen mich selber mehr zu lieben.

Wenn ich es schaffe für meine eigenen Emotionen Verantwortung zu übernehmen, erkenne ich mich selber an. Selbstverantwortung bedeutet auch Selbstentdeckung. Ich bin verantwortlich für die Dinge, die ich tue oder sage. Bewusst oder unbewusst trage ich alleine die Verantwortung. 

Mein Verhalten, mein Handeln, meine Emotionen haben einen Ursprung und der liegt in den seltensten Fällen in der Person gegenüber, die diese Gefühle gerade auslöst. Dies zu erkennen und zu verstehen hilft dabei Kontrolle über sein eigenes Handeln zurück zu gewinnen. Ich habe die Möglichkeit authentischer zu sein, werde spürbarer für andere und meine Grenzen werden klarer. Ich kann versuchen für andere da zu sein, mein eigenes Befinden zurück zu stellen ohne mich selber zu übergehen. Mein Versuch, einfach ich zu sein.